Tests mit Mexiko-Grippe-Impfstoff beginnen
Donnerstag, 27. August 2009 - 19:31 Uhr Dr. Vitthit Attavejchakul, Direktor der Government Pharmaceutical Organisation (GPO) gab gestern bekannt, dass der in Thailand entwickelte Schweinegrippe-Impfstoff in Form eines Nasensprays nun in einer ersten Studie an Tieren getestet wird. Überprüft wird die Sterilisation und Toxität des Präparates.
Die Studie wird an der Fakultät der Mahidol University of Veterinary Science durchgeführt. Mit den ersten Ergebnissen wird in ca. zwei Wochen gerechnet, die dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Am Dienstag wurden in einer zweiten Phase weitere 1.500 Grippeviruskulturen für die Impfstoffproduktion angelegt, die hierfür in Hühnereiern herangezüchtet werden (wir berichteten).
Nach wie vor plant die GPO am 04. September 2009 einen klinischen Test an 24 Freiwilligen. Für den Fall, das Ausbeute der Kulturen in den aus Deutschland stammenden Hühnereiern geringer als gedacht ausfallen sollte, wird der neue Impfstoff nur an 12 Freiwilligen getestet. Die anderen 12 Testpersonen sollen dann mit dem Impfstoff der zweiten Phase voraussichtlich Ende September getestet werden.
Geplant ist laut GPO die Produktion von 20 Mio. Impfstoffdosen, von denen die Silpakorn Universität 10 Mio. herstellen soll. Da die Universität jedoch aufgrund ihrer Kapazitäten nur 540.000 Impfdosen im Monat herstellen kann, verhandelt die GPO derzeit mit der King Mongkut University of Technology’s in Thon Buri, die die restlichen Impfdosen herstellen soll.
Für die Herstellung des Impfstoffen wird die GPO in den nächsten vier Monaten 150 Mio. Baht die Einrichtung der Impfstoffanlagen bereitstellen.
Wenn die Anlage der King Mongkut University of Technology’s aufgebaut ist, soll hier der aktive Impfstoff hergestellt werden, während in der Silpakorn Universität der passive hergestellt werden soll.
Dr. Thirawat Hemajutha, ein führender Wissenschaftlicher der Chulalongkorn University, hat der GPO vorgeschlagen, die Anlage der Abteilung für Viehzucht in Pak Chong im Distrikt Nakhon Ratchasima, die bisher für die Produktion von Impfstoffen für Tiere genutzt wird, umzubauen, um damit die Produktion des A/H1N1-Impfstoffes zu unterstützen. Dr. Vitthit sagte, dass er bereits diesbezügliche Anfragen gestellte hätte, man ihm jedoch gesagt hätte, dass die aktuelle Produktion von drei verschiedenen Tier-Impfstoffen nicht unterbrochen werden kann.
Die Viruskulturen, die aus Russland eingeführt wurden, zeigten laut Dr. Vitthit bisher keine wesentlichen Veränderungen oder mutierten in eine virulente
Form.
Dr. Vitthit betonte nochmals, dass alle Schritte der Impfstoffherstellung, die bisher vorgenommen wurden, von der WHO zertifiziert wurden.
Der stellvertretende Staatssekretär des Gesundheitsministeriums Dr. Paijit Warachit sagte, dass die Bevölkerung weiterhin auf der Hut sein soll und bei Anzeichen einer grippeähnlichen Erkrankung umgehend einen Arzt aufsuchen soll. Er forderte Provinz-Gouverneure und Bürgermeister dazu auf, genau darauf zu achten, dass sich die Grippe nicht weiter unter den Bauern und Arbeitern ausbreiten kann.
Das Gesundheitsministerium hat bisher 6,7 Mio Tabletten des antiviralen Präparats Oseltamivir an die landesweiten Krankenhäuser zur Behandlung der Mexikogrippe verteilt. Weiter 6 Mio. Tabletten wurden vom GPO für den Notfall eingelagert. Bisher wurden 1,8 Mio. Tabletten für die Behandlung von schwer am Virus erkrankten Patienten verbraucht.
Quelle: The Nation![]()
veröffentlicht am 27.08.2009
von Pongphon Sarnsamak
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Tags: A/H1N1, Grippe, impfen, Impfstoff, Mexikogrippe, Pandemie, Schweinegrippe, Studie, Thailand
