Koh Phi Phi – Wirbelsäulenbruch bei Klippensprung

Sonntag, 9. August 2009 - 21:27 Uhr

Junge Frau mit Wirbelsäulenfraktur musste mit Schubkarren fahren
 
 Schon wieder hat sich auf Koh Phi Phi ein Unglücksfall ereignet. Letzte Woche ist die 28-jährige amerikanische Touristin Melissa K. aus St. Louis, Missouri, die in Südkorea als Tanzlehrerin arbeitet, während einer Bootstour auf der Ferieninsel Koh Phi Phi schwer verunglückt. Der krönende Abschluss der Rundfahrt sollte laut Programm ein Klippensprung bei Sonnenuntergang sein. Melissa und ein Freund kletterten also an einem Seil die rund 20 m hohe Klippe hinauf. Ein Zurück gab es nicht mehr, da die Felsen zu scharf waren, um an ihnen wieder herab zu klettern.
 
 Als Melissa ins Wasser sprang schlug sie hart auf und wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Sie bekam keine Luft und konnte auch nur noch leise “mein Rücken, mein Rücken” flüstern. Einer der jungen Männer auf ihrem Boot hat gesehen, dass sie in Schwierigkeiten war und tauchte sofort zu ihr, um ihr zu helfen.
 
 Sie wurde sofort ins Phi Phi Hospital gebracht. Allerdings war es dem Doktor nicht möglich eine umfangreiche Diagnose zu stellen, da es auf der Insel kein Röntgengerät gibt. Man schickte sie zurück in ihr Hotel. Da es auf der Insel auch keine Autos gibt, wurde sie in einem Beiwagen eines Mopeds dort hingebracht. Am nächsten Morgen lud man sie auf eine Kofferkarre – eine Art Schubkarre mit waagerechter Ladefläche – und verfrachtete sie auf eine Fähre nach Phuket, wo sie die rund einstündige Fahrt auf dem Rücken liegend verbracht hat.
 
 Sie dachte, dass man ihr ein paar Schmerzmittel geben würde, damit sie zurück nach Südkorea fliegen könne, doch die Ärzte machten ihr zum Glück einen Strich durch die Rechnung. Die Aufnahmen der inzwischen geröntgten Wirbelsäule zeigten drei gebrochene und gesplitterte Wirbel, die sofort operiert werden mussten. Die Ärzte sagte, das Melissa die nächste fünf Monate ein spezielles “Korsett” tragen müsse, damit die verletzten Wirbel wieder zusammenwachsen. Auch sind sie skeptisch, ob Melissa je wieder tanzen kann.
 
 Melissa hat einen Rechtsbeistand zu Rate gezogen, um den Tourveranstalter, der das Klippenspringen angeboten hat, auf Schadenersatz zu verklagen. Die bisherigen Kosten belaufen sich für ihre bisherige Behandlung auf 300.000 Baht (ca. 6.700 EUR) und ihre koreanische Krankenversicherung kommt für eine medizinische Versorgung in Thailand nicht auf.
 
 
 Quelle: Phuket Gazette
 vom Sonntag, 09. August 2009
 

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    Kommentar zu “Koh Phi Phi – Wirbelsäulenbruch bei Klippensprung”

    1. HanBlog.net

      Stopover in Thailand – Ko Phi Phi…

      Ko Phi Phi, oder Phi Phi island, im Andaman Meer ist zweifellos eine Perle im Süden von Thailand. Von Bangkong muß man zwischen ein und zwei Tage Reisezeit einplanen – je nachdem ob man per Inlandsflug oder mit dem Bus bis Phuket reisen möchte. B…

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